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Zusammenfassung und Schlussfolgerungen
Die vorliegende Fallstudie beschäftigt sich mit der betriebsindividuellen
Ableitung, Kalkulation und Quantifizierung der wirtschaftlichen Auswirkungen
von Anpassungsstrategien für einen Referenz – Ackerbau - Milchviehbetrieb
in Sachsen.
Die in dieser Fallstudie dargestellten Ergebnisse stellen nur eine kleine Auswahl der von
Farm Boss® zur Verfügung gestellten sehr umfangreichen
produktionstechnischen und wirtschaftlichen Kalkulationsergebnisse auf
Verfahrens-, Betriebszweig- und Betriebsebene dar.
Marktfrucht- und Futterbau
Bei der Pflanzenproduktion ergeben sich folgende Tendenzen für die
„Leipziger Landwirtschaftsgesellschaft“:
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Durch die Umsetzung der Zuckermarktreform verringert sich der Gewinn des
Betriebes im Zieljahr um 26,2 €/ha.
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Durch die Entkopplung der Flächenprämien verliert der Silomais den
Prämienvorteil und wird in der Milchkuhration teilweise durch Gras- bzw.
Luzerneanwelksilage substituiert.
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Die pfluglose Bewirtschaftung bringt einen wirtschaftlichen Vorteil von 39
€/ha. Wirtschaftliche Vorteile in ähnlicher Höhe (33 €/ha) können durch die
Optimierung des Anbauprogramms realisiert werden.
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Die Stückkosten je Getreideeinheit steigen bis zum Zieljahr 2009 um 5 %.
Über die realisierten Produktpreise (Annahme: konstanter Vergleichspreis)
werden im Referenzjahr nur 71 % und im Zieljahr nur 67 % der Kosten
abgedeckt. Trotz Ertragssteigerung und Reduzierung der
Arbeitserledigungskosten können Marktfrüchte unter den angenommenen
Bedingungen auch zukünftig nicht ohne Prämien kostendeckend erzeugt werden.
Milchproduktion
Zusammenfassend sind folgende Ergebnisse aus den durchgeführten
Kalkulationen für den Betrieb im Bereich der Milchviehhaltung hervorzuheben:
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Bis zum Zieljahr verringern sich die Leistungen je kg ECM (optimierte
Variante) um 4,4 Ct/ (-13 %).
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Mit der Leistungssteigerung je Kuh um zusätzlich 100 kg/Jahr können die
größten wirtschaftlichen Effekte im Bereich der Milchviehhaltung erreicht werden, sofern dadurch alle
weiteren Kostenpositionen je Kuh (außer Futterkosten) nicht steigen.
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Im vorliegenden Fall werden die positiven Effekte der zusätzlichen
Milchquote
durch die Quotenkosten überkompensiert, so dass der Milchquotenzukauf,
trotz vorhandener ansonsten nicht genutzter Stallplätze, keinen ökonomischen
Vorteil bringt.
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Die betrachteten Maßnahmen im Bereich der Verbesserung des
Reproduktionsmanagements in der Milchviehhaltung führen zu einer
Verbesserung des Betriebsergebnisses um 33,5 €/ha.
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Bei der Optimierung der Futterrationen kommt es zu einer Reduzierung der
Anteile Maissilage in der Ration, die Anteile werden durch Gras- bzw.
Luzerneanwelksilage ersetzt. Damit verringert sich der Zukauf von
Einweißfuttermitteln.
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Mit den gewählten Maßnahmen ist es möglich, die Stückkosten in der
Milchproduktion um 8,4 % zu senken. Die größten Effekte dabei lassen sich im
Bereich Arbeitserledigungskosten (1,2 Ct/kg ECM) sowie Futterkosten (1,7 Ct/kg
ECM) erzielen.
Gesamtbetrieb
Gemessen am Betriebsgewinn im Zieljahr, konnte insgesamt durch die gewählten
Strategien ein Anpassungspotential von insgesamt 158 €/ha realisiert werden.
Die veränderten Rahmenbedingungen führen dazu, dass in der „Referenz m. Zuckermarktreform (ZMR)“ ab dem Jahr 2007 die
relative Faktorentlohnung unter 90 % abfällt.
Durch die Anpassung des Betriebes ist es möglich, diese ab 2005 über den gesamten
Planungszeitraum voll zu entlohnen, im Zieljahr der optimierten Variante (5.
Optimierung Anbauverhältnis - MF) liegt der Wert mit 103,4 % deutlich über dem
Ausgangswert.
Aus diesen Anpassungsstrategien ist für den Betrieb unter den getroffenen
Annahmen ein kumulierter wirtschaftlicher Vorteil für den Planungszeitraum
gemessen am Kapitalwert (Planungsbeginn) von 738 T€ bzw. 447 €/ha zu
erwarten.
Diese Fallstudie stellt für den Betrieb zunächst nur eine Momentaufnahme
dar. Farm Boss® bietet jedoch aufgrund seinen Ansatzes die
Möglichkeit, diese Kalkulationen bei geringem Aufwand mit veränderten
Annahmen beliebig zu wiederholen.
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