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Wirtschaftliche Kennzahlen des Gesamtbetriebes   

Gewinn

In der nachfolgenden Tabelle ist der Gewinn je ha des Gesamtbetriebes, die Gewinnänderung durch die jeweilige Strategie sowie die kumulierte Gewinnänderung der Strategien im Zieljahr 2009 dargestellt.

Tabelle 9: Gewinn/Gewinnänderung
Strategien  Gewinn (Ordenliches Ergebnis) (2009)
  Gesamt  [€/ha] Differenz Strategie  [€/ha] Differenz gesamt  [€/ha]
Referenz o. MTR (gekoppelte Prämien) 29,6    
Referenz o. Zuckermarktreform (ZMR) 42,3    
Referenz m. Zuckermarktreform (ZMR) 16,0 -26,2 0,0
1.1 Leistungsteigerung - Milchprod. 52,5 36,5 36,5
1.2 Milchquotenzukauf 44,8 -7,7 28,8
2.1 Senkung Reproduktionsrate  56,9 12,0 40,8
2.2 Senkung Zwischenkalbezeit (ZKZ)  63,7 6,8 47,7
2.3 Senkung Erstkalbealter (EKA) 78,4 14,7 62,4
3.1 Verbesserung Grundfutterqualität 92,1 13,7 76,0
3.2 Optimierung Futterrationen 101,0 8,9 84,9
4. Pfluglose Bewirtschaftung 140,0 39,0 124,0
5. Optimierung Anbauverhältnis - MF 173,6 33,6 157,6

Quelle: Eigene Berechnung mit Farm Boss®

Alternativ zu den beiden kalkulierten Referenzszenarien wurde außerdem eine Variante "Referenz - ohne MTR" (ohne "Mit - Term Review" - Prämienentkopplung) kalkuliert. Damit wird dargestellt, welche wirtschaftlichen Effekte die Prämienentkopplung, entsprechend dem deutschen Umsetzungsmodell, für den Betrieb hat. Dabei ist festzustellen, dass der Betrieb einen wirtschaftlichen Vorteil durch die Prämienentkopplung hat.

Durch die Umsetzung der Zuckermarktreform verringert sich der Gewinn des Betriebes im Zieljahr um 26,2 €/ha.

Die zusätzliche Steigerung der Einzeltierleistung in der Milchviehhaltung führt zu einem Anstieg des Betriebsgewinns um ca. 36,5 €/ha.

Wie schon erläutert, ist der Milchquotenzukauf unter den angenommenen Bedingungen wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Die betrachteten Maßnahmen im Bereich der Verbesserung des Reproduktionsmanagements in der Milchviehhaltung führen zu einer Verbesserung des Betriebsergebnisses um 33,5 €/ha. Um weitere 22,6 €/ha kann Betriebsgewinn durch die Optimierung der Fütterung gesteigert werden.

Die pfluglose Bewirtschaftung bringt einen wirtschaftlichen Vorteil von 39 €/ha. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Maschinenabschreibung nach der Leistung erfolgte. Werden die Maschinen - Pflanzenproduktion, unabhängig vom jeweiligen Nutzungsumfang, nach Jahren abgeschrieben, so liegen die wirtschaftlichen Effekte dieser Strategie bei ca. 25 €/ha.

Durch die Optimierung des Anbauprogramms konnte der Betriebsgewinn um 33,6 €/ha im Zieljahr gesteigert werden.

Insgesamt wurde durch die gewählten Strategien ein Anpassungspotential von insgesamt 158 €/ha realisiert.

Die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen des Betriebes finden Sie im Bereich Überblick wirtschaftliche Kennzahlen (5. Optimierung Anbauverhältnis - MF)

Rentabilität - Relative Faktorentlohnung

Die Relative Faktorentlohnung/Wertschöpfungsrentabilität wurde als Maßzahl für die Bewertung der Rentabilität des Unternehmens ausgewählt.

Abbildung 4: Relative Faktorenlohnung

Quelle: Eigene Berechnung mit Farm Boss®

Im Referenzjahr liegt diese Kennzahl unter dem Grenzwert von 100% und verringert sich in der  „Referenz m. Zuckermarktreform (ZMR)“  bis 2009 auf 87 %, d.h. mit der Wertschöpfung des Unternehmens können die eingesetzten Produktionsfaktoren nur in Höhe von 87 % entlohnt werden.

Durch die Anpassung des Betriebes liegt der Wert im Zieljahr der optimierten Variante (5. Optimierung Anbauverhältnis - MF) mit 103,4 % deutlich über dem Ausgangswert sowie dem nachhaltig anzustrebenden Wert von 100 %.

Zentrale Rentabilitätskennzahlen – Kapitalwert/ Barwert

Als zentrale Rentabilitätskennzahl für den gesamten Planungszeitraum zur Beurteilung der wirtschaftlichen Vorzüglichkeit der kalkulierten Strategie wird der Kapitalwert/ Barwert der betrieblichen Eigenkapitalbildung bezogen auf den Beginn des Planungszeitraums betrachtet.

Tabelle 10: Kapitalwert vor Einkommensbesteuerung (2004-2009) als zentrale Rentabilitätskennzahl
Strategie Kapitalwert (2004-2009)
  Gesamt [€] Diff. Strategie [€]
Referenz o. MTR (gekoppelte Prämien) -89.064  
Referenz o. Zuckermarktreform (ZMR) -31.913 57.152
Referenz m. Zuckermarktreform (ZMR) -129.164 -97.251
1.1 Leistungsteigerung - Milchprod. -18.143 111.021
1.2 Milchquotenzukauf -20.797 -2.654
2.1 Senkung Reproduktionsrate  17.782 38.578
2.2 Senkung Zwischenkalbezeit (ZKZ)  41.390 23.608
2.3 Senkung Erstkalbealter (EKA) 90.591 49.201
3.1 Verbesserung Grundfutterqualität 199.586 108.995
3.2 Optimierung Futterrationen 239.387 39.802
4. Pfluglose Bewirtschaftung 463.260 223.872
5. Optimierung Anbauverhältnis - MF 609.652 146.393

Quelle: Eigene Berechnung mit Farm Boss®

Aus der Prämienentkopplung (MTR) zieht der Betrieb einen wirtschaftlichen Erfolg von 57 T€ Kapitalwert für den Planungszeitraum.

Bezogen auf dem Kapitalwert zu Planungsbeginn, verliert das Unternehmen durch die Zuckermarktreform im Planungszeitraum insgesamt 97 T€.

Mit einem Kapitalwert von 223 T€ kann durch die pfluglose Bewirtschaftung der größte wirtschaftliche Vorteil aus den betrachteten einzelnen Anpassungsstrategien gezogen werden. 

Der kumulierte wirtschaftliche Vorteil der kalkulierten Anpassungsstrategien kann insgesamt für den Planungszeitraum auf einen Kapitalwert (Planungsbeginn) von 738 T€ bzw. 447 €/ha beziffert werden.  

 

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

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