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Anpassungsstrategien des Betriebes   

Für die Strategien wurden neben der Quantifizierung der Auswirkungen der Agrarreform (Entkopplung) sowie der Reform der Zuckermarktordnung folgende aktuelle „Brennpunkte des Agrarmanagements“ ausgewählt:

Milchleistungssteigerung je Kuh, Milchquotenzukauf, Verbesserung des Reproduktionsmanagements in der Milchviehhaltung, Optimierung der Fütterung (Futterqualität, Rationsoptimierung), Arbeitserledigung Pflanze (pfluglose Bewirtschaftung) sowie Optimierung des Anbauprogramms.

Die externen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für alle Varianten gleich, abgesehen von „Referenz o. Zuckermarktreform (ZMR)“.

Die einzelnen Strategien bauen aufeinander auf, d.h. die jeweilige Strategie enthält kumuliert die Auswirkungen der jeweils vorhergehenden Strategien.

Abbildung 1: Überblick - Strategien

:
Quelle: Eigene Darstellung

 

Die Ergebnisse des Referenzjahres sind in allen Strategien gleich, erst ab dem Jahr 2005 nimmt der Betrieb durch die jeweilige Strategie eine andere Entwicklung (Siehe Abbildung).

Abbildung 2: Zeitlicher Verlauf der Strategien

Quelle: Eigene Darstellung

Referenz ohne Zuckermarktreform

In der Referenz wird jeweils das Anbauverhältnis/Produktionsprogramm des Betriebes ohne Anpassungen über den Planungszeitraum unter den sich verändernden externen Rahmenbedingungen kalkuliert (= Weiterentwicklung des Betriebes ohne Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen).

Referenz mit Zuckermarktreform

Was kostete die Zuckermarkreform dem Betrieb? Hier wird die Referenz jedoch mit den Auswirkungen der Zuckermarktreform kalkuliert. Die nachfolgenden Alternativkalkulationen werden jeweils mit der „Referenz mit Zuckermarktreform“ verglichen.

Leistungssteigerung - Milchproduktion

1.1 Milchleistungssteigerung

Entgegen der Ausgangsvariante (+50 kg) wird hier eine jährliche Leistungssteigerung von 150 kg/Kuh u. Laktation unterstellt.

1.2 Milchquotenzukauf

In dieser Strategie soll durch einen kontinuierlichen Quotenzukauf (jährlich 90.000 kg) der Milchkuhbestand bis zum Zieljahr auf nahezu gleichem Niveau gehalten werden.

Aufgrund der großen Schwankungen zwischen den einzelnen Quotenterminen wurde ein mittlerer Quotenpreis angenommen. Die Quotenpreise sind über die Jahre hin linear gestaffelt, unter der Annahme des Auslaufens der Milchquotenregelung im Jahr 2014.

Tabelle 6: Milchquotenpreis in Ct/kg
Jahr  2005 2006 2007 2008 2009
Preis 25 22,5 20,0 17,5 15,0

Quelle: Eigene Zusammenstellung

verbessertes Reproduktionsmanagement – Milchviehhaltung

In diesem Problemkreis werden folgenden Strategien betrachtet:

2.1 Senkung Reproduktionsrate

Absenkung der Reproduktionsrate um 1 %/Jahr: 38 - > 33 %

2.2 Senkung Zwischenkalbezeit (ZKZ)

Verkürzung der Zwischenkalbezeit  (ZKZ)  um 1 Tag/Jahr: 390 - > 385 Tage

2.3 Senkung Erstkalbealter (EKA)

Verringerung des Erstkalbealters (EKA) von 28 auf 26 Monate durch Intensivierung der Jungrinderaufzucht

Optimierung – Fütterung

3.1 Verbesserung - Grundfutterqualität

Verbesserung der Futterqualität – Anwelksilage: Anwelksilage (1. Schnitt/ 2. Schnitt) Energie – Nettoenergielaktation: 6,0/5,6 -> 6,3/5,9 MJ NEL; nutzbares Rohprotein: 140/128 -> 145/133 g nXP; Verringerung der Silageverluste (Silo - Futterkrippe) um 50 %

3.2 Optimierung Futterrationen

Aufhebung der bisher gesetzten Beschränkungen für den Anbau von Feldfutter (Kleegras-/ Luzerneanbau jetzt möglich) sowie für den Einsatz von Zukaufsfuttermitteln.

4. Pfluglose Bewirtschaftung

Verstärkte pfluglose Bewirtschaftung der Flächen - pfluglose Aussaat von Winterweizen, Sommergerste u. Winterraps.

5. Optimierung Anbau Pflanze

Die Beschränkungen für den Anbauumfang der pflanzlichen Produktionsverfahren werden gelockert:
maximaler Fruchtfolgeanteil - Winterweizen: 33 % -> 50 %
maximaler Fruchtfolgeanteil - Winterraps u. Zuckerrüben: 25 % -> 33 %

 

Ergebnisse für die kalkulierten Strategien des Betriebes:

Produktionstechnische Kennzahlen – Marktfrucht- und Ackerfutterbau

Wirtschaftliche Kennzahlen – Marktfrucht- und Ackerfutterbau

Produktionstechnische Kennzahlen – Milchproduktion (incl. Nachzucht)

Wirtschaftliche Kennzahlen – Milchproduktion (incl. Nachzucht)

Wirtschaftliche Kennzahlen des Gesamtbetriebes

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen

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