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FAQs - Betriebszweiganalyse
1.
Welche Datenbereiche werden bei der Farm Jakobes
Betriebszweiganalyse betrachtet?
2. Können neben den vordefinierten Kostenstellen weitere
Kostenstellen für den Betrieb gebildet werden?
3. Welche Kostenpositionen/ Kostenarten werden ausgewiesen?
4.
Wie erfolgt die Kosten- und Leistungszuteilung zu den
Betriebszweigen / Kostenstellen?
5. Welche Umlageschlüssel stehen zur Zuteilung der
Gemeinkosten und -leistungen zur Verfügung, sofern
betrieblicherseits keine Informationen über die Zuteilung zur
Verfügung stehen?
6. Wie erfolgt die Zuteilung der entkoppelten Betriebsprämie im
Programm?
7. Wie werden die Kosten der Grundfutterproduktion verrechnet?
8.
Können Nutzungskosten für die Fläche beim Feldfutterbau
berücksichtigt werden?
9.
Wie werden die Kosten der Färsenaufzucht / Jungrinderaufzucht
verrechnet?
10.
Welche Möglichkeiten bestehen, um die Maschinenkosten zwischen
den Betrieben zu vergleichen?
1.
Welche Datenbereiche werden bei der Farm Jakobes
Betriebszweiganalyse betrachtet?
-
Strukturdaten: Die
Strukturdaten des Betriebes/ Betriebszweige (Betriebgröße,
Standort, Ertragspotential, Größe des Tierbestandes,
Produktionsspezifik, z.B. Produktion von Babyferkeln)
beschreiben die Rahmenbedingungen der Produktion im
jeweiligen Unternehmen
-
Betriebszweigabrechnung auf
Vollkostenbasis: Erst nach der vollständigen Zuteilung
aller Kosten und Leistungen auf die einzelnen Zweige eines
Unternehmens kann eine realistische Aussage über die
Rentabilität des jeweiligen Zweiges im Konzert des
Gesamtbetriebes gemacht werden. Es erfolgt jeweils eine
Darstellung der Kosten und Leistungspositionen je
Kostenstelle (Betriebszweig) bzw. je Kostenträger (z.B. je
kg ECM).
-
Produktionstechnische Kennzahlen:
Die biologischen Ertrags- und Aufwandskennzahlen sind
für die Interpretation der ermittelten Werte der
Vollkostenrechnung für die Betriebszweige von besonderer
Bedeutung. Aus der Verbindung der Kennzahlen aus beiden
Bereichen können Kausalketten für die Ursachenforschung
abgeleitet werden. Diese Kennzahlen werden jeweils für den
Betriebsvergleich auf den Blättern „Ergänzungsdaten“
dargestellt.
Im Beraterbrief können Kennzahlen der 3 Bereiche
(Strukturdaten, ökonomische und produktionstechnische
Kennzahlen) in der Darstellung beliebig miteinander
kombiniert werden.
z.B. Ergänzungdaten - Ackerbau ...
z.B. Ergänzungsdaten Milchviehhaltung ...
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2.
Können neben den vordefinierten Kostenstellen weitere
Kostenstellen für den Betrieb gebildet werden?
Farm Jakobes ist flexibel - Ergänzend
zu den vordefinierten Kostenstellen können im pflanzlichen
und tierischen Bereich sowie bei Nebenbetrieben jeweils 3
zusätzliche Kostenstellen individuell belegt werden (z.B.
Sonderkulturen, Damwildhaltung, Direktvermarktung).
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3.
Welche Kostenpositionen/ Kostenarten werden ausgewiesen?
In Anlehnung an den DLG Vorschlag
„Betriebszweigabrechnung“ werden die einzelnen
Kostenpositionen sowie funktionale Kostenblöcke (z.B.
Arbeitserledigungskosten) kalkuliert, die Ergebnisse können
somit mit anderem Auswertungen, die nach diesem Schema
durchgeführt wurden, verglichen werden.
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4. Wie
erfolgt die Kosten- und Leistungszuteilung zu den
Betriebszweigen / Kostenstellen?
Dafür wurde in Farm Jakobes speziell
eine Leistungs- und Kostenverteilmatrix entwickelt.
Diese wurde so konzipiert, dass sie sich dem sehr
unterschiedlichen in den Unternehmen vorgefunden
Erfassung- bzw. Abrechnungsstand optimal anpasst
(z.B. vorhandene Teilkostenrechnung versus keinerlei Kosten-
und Leistungszuordnung zu den Zweigen).
Kostenverteilmatrix ...
Es erfolgt zunächst eine automatische Zuordnung der direkt
zuordnenbaren Leistungen und Kosten zu den einzelnen
Kostenstellen. Anschließend können für diejenigen
Kostenstellen, deren Anteil an den Gesamtkosten bekannt ist,
die Werte der jeweiligen Kostenpositionen erfasst werden.
Der verbleibende Betrag der jeweiligen Position wird dann
entsprechend des gewählten Umlageschlüssels auf die übrigen
Kostenstellen verteilt. Mit dieser gewählten Methodik kann
dem Anspruch nach einer „Kostenzuteilung so genau wie
möglich“ entsprechend der betriebsindividuellen
Datengrundgrundlage Rechnung getragen werden.
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5. Welche Umlageschlüssel stehen zur Zuteilung der Gemeinkosten
und -leistungen zur Verfügung, sofern betrieblicherseits keine
Informationen über die Zuteilung zur Verfügung stehen?
In Farm Jakobes können eine Vielzahl
geeigneter Umlageschlüssel genutzt werden: Flächen, Stk.
Tierhaltung/ GV – Tierhaltung, Maschineneinheiten, normative
Arbeitszeiten/Arbeitskräfte, Standardkosten –
Pflanzenproduktion (z.B. Pflanzenschutzmittelkosten),
Standardkosten Tierproduktion (z.B. Tierarztkosten),
Individuelle Schlüssel (prozentuale Aufteilung auf die
einzelnen Betriebszweige/Kostenstellen).
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6. Wie
erfolgt die Zuteilung der entkoppelten Betriebsprämie im
Programm?
Der Umgang mit den entkoppelten
Betriebsprämien in der Betriebszweigabrechnung ist sehr
strittig. In Farm Jakobes bestehen deshalb mehrere
Möglichkeiten für die Zuteilung dieser Prämien. Ausgehend
von den historischen Produktionsumfängen der BIP –
verursachenden Verfahren kann ein Umlageschlüssel
kalkuliert, der die verursachergerechte Verteilung
(historische Herkunft) der entkoppelten Betriebsprämien auf
die einzelne Betriebszweige sicherstellt. Alternativ dazu
kann eine Verteilung über einen anderen Zuteilungsansatz/
Umlageschlüssel erfolgen. In der Darstellung der
Betriebszweigergebnisse wird der Gewinn bzw. das
Kalkulatorische Betriebszweigergebnis (Unternehmergewinn)
jeweils in- bzw. exklusiv dieser Prämienzahlungen
ausgewiesen.
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7. Wie
werden die Kosten der Grundfutterproduktion verrechnet?
Die exakte Grundfutterkostenermittlung ist
sehr komplex und daher nicht unproblematisch. In Farm Jakobes wurde
das Problem der Bewertung der wirtschaftseigenen Futtermittel
dadurch umgangen, dass keine direkte Kalkulation über „Menge mal
Preis“ vorgenommen wird. Die Kosten der Grundfutterproduktion werden
analog zur Färsenaufzucht zunächst auf der Hilfskostenstelle
(Vollkostenumlage – Grundfutter) gesammelt. Diese wird dann im
nächsten Schritt verursachergerecht auf die Verfahren der
Rinderproduktion umgelegt. Dafür können verschiedene Umlageschlüssel
genutzt werden (z.B. GV – Rind, Normative Grundfutterkosten).
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8.
Können Nutzungskosten für die Fläche beim Feldfutterbau
berücksichtigt werden?
Soll die Feldfutterproduktion mit
Nutzungskosten für die Ackerfläche belastet bzw. die
Grünlandnutzung durch negative Nutzungskosten (alternative
Kosten für Grünlandpflege, die bei Verzicht auf
landwirtschaftliche Nutzung des Grünlandes anfallen)
entlastet werden, so können diese im Programm erfasst
werden. Damit wird die Preiswürdigkeit des jeweiligen
Grundfuttermittels beeinflusst.
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9.
Wie werden die Kosten der Färsenaufzucht /
Jungrinderaufzucht verrechnet?
Die Jungrinderaufzucht und
Milchviehhaltung ist in vielen Betrieben räumlich sowie
hinsichtlich Fütterung und Arbeitserledigung eng miteinander
verzahnt, was eine genaue Zuordnung der jeweiligen
Kostenpositionen erschwert. In vielen
Betriebszweigauswertungen erfolgt deshalb eine Darstellung
der Kosten- und Leistungspositionen für diese gesamte
Einheit „Milchvieh mit Nachzucht“. Mit dieser
Herangehensweise ist es jedoch nicht möglich, die Kosten je
aufgezogene Färse zu ermitteln. In Farm Jakobes erfolgt
deshalb eine getrennte Betrachtung dieser Verfahren. Die
Kosten der Jungrinderaufzucht werden zunächst auf eine
Hilfskostenstelle „Umlage Jungvieh“ – verbucht, die im
zweiten Schritt dann in die Direktkostenposition
Bestandsergänzung einfließt. Mit dieser Methodik ist es
möglich, die tatsächlichen Aufzuchtkosten der Färsen zu
ermitteln.
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10.
Welche Möglichkeiten bestehen, um die Maschinenkosten
zwischen den Betrieben zu vergleichen?
Ein Lösungsansatz, um Maschinenkosten
zwischen den Betrieben vergleichen zu können, ist die
Methode der „Maschineneinheiten“. Dabei werden alle
Produktionsverfahren mit einem Faktor bewertet, der dem
Verhältnis der Gesamtsumme der Maschinenkosten zueinander
entspricht. Mit dem System der Maschineneinheiten in Farm
Jakobes ist es möglich, die Maschinenkosten zwischen einem
reinen Marktfruchtbetrieb und einem Futterbaubetrieb zu
vergleichen, was beispielsweise über den Vergleich der
absoluten Zahlenwerte auf ha – Basis nicht möglich ist.
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